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Downmall Rennen im Blautalcenter

Am vergangenen Wochenende startete die Eastern Gravity Downmall Tour mit einer neuen Location ins neue Jahr: Dem Blautalcenter Ulm. Für ihre Rennen, die irgendwo zwischen Downhill, Fourcross und Dirtbike zu verorten sind, verwandelt Eastern Gravity regelmäßig Einkaufszentren in eine Rennstrecke. Zu überwinden waren dieses Mal eine Treppe, zwei Wurzelfelder, ein Bananensprung, ein Drop ins Erdgeschoss und als Zielsprung: Der große Double mit einem knapp drei Meter hohen Landehügel, der die Fahrer auf Augenhöhe der Zuschauer im ersten Stock katapultierte. Ein mitreißendes Spektakel – nicht nur für die eingefleischte Fahrradszene.

In drei Runden stellten die Fahrer ihr Können unter Beweis. Insgesamt 29 Fahrer aus ganz Europa traten an. Für Ulm ging Tim Haug als einer der Jüngsten ins Rennen, außerdem Erik Emmrich, erster seiner Altersgruppe beim Bikefestival im letzten Jahr.
Die erste Runde reduzierte die Starter bereits auf die besten 20. Unter anderem Haug disqualifizierte sich, trotz guter Zeit, weil er eines der Hindernisse nicht vollständig durchfahren hatte, sorgte aber mit einem Nothing am letzten Sprung für Aufsehen.Damit der Geschwindigkeit auf dem glatten Hallenboden nichts im Wege stünde und um das Risiko des Wegrutschens auf dem glatten Boden zu verringern, wurden die Reifen vorher mit klebrigen Mitteln wie Handballerharz oder Sprühkleber präpariert und Antirutschstreifen wie man sie von Treppenstufen kennt an besonders heiklen Stellen wie Kurven aufgeklebt. Trotzdem rutschte unter anderem Emmrich in Runde zwei früh weg und verschenkte wertvolle Zeit, sodass auch er es nicht weiter in die finale Runde schaffte.

Dort gingen nur noch die besten zehn Fahrer an den Start, um noch einmal alles zu geben. Schnellster und damit Sieger wurde der Schweizer Noel Niederberger, der auch die vorangegangenen Runden dominiert hatte. Den zweiten Platz belegte Bartosz Giemza aus Polen, Platz drei Mikuláš Nevrkla aus Tschechien.

 

Zwischen den Rennen battleten sich Dirtbiker und BMX-er in einem wahren Trickfeuerwerk. Die große Zielrampe diente als Bühne für die Flips, Tailwhips, No-Footer aber auch kleinere Stürze. Abschließend wurde auch hier in je drei Sprüngen der beste Fahrer in den beiden Kategorien BMX und MTB gesucht. Neben der Schwierigkeit des Tricks flossen auch die Landung und die Unterschiedlichkeit der gezeigten Sprünge zueinander in die Bewertung ein. Den ersten Platz räumten David Janáč in der Diszplin BMX und Tomas Zejda in der Disziplin MTB ab, gefolgt von Konrád Szabó (BMX) und Vilibald Vítek (MTB) auf Platz zwei und Dan Muller (BMX) und Gordon Brown (MTB) auf dem dritten Platz.

Neben der Action gab es an den Ständen des Bikefestivals Ulm und der Schickeria BMX auch Informationen: über den Sport und kommende Veranstaltungen. Am Stand des Veranstalters Eastern Gravity konnte man außerdem selbst aktiv werden und sich im Handyspiel Bike Unchained virtuell auf das Rad schwingen. – Ein kleiner Vorgeschmack auf das zweite Bikefestival im Sommer, wo dann wieder jeder willkommen ist, der sich auf die Piste traut.